Abschluss des ersten Teils der Internationalen Begegnung 2012
Nach fünf intensiven Tagen ging am Samstag, den 28. Januar 2012, der erste Teil der Internationalen Begegnung 2012 des Maximilian-Kolbe-Werks in Oswiecim (Polen) zu Ende. Am Freitag hatten die 20 jungen Erwachsenen und die sechs Zeitzeugen aus mehreren europäischen Ländern an der Gedenkfeier zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau teilgenommen. Das Projekt mit dem Titel "Erinnern und Gedenken im Zeitalter des Web 2.0" wird im März 2012 in der Gedenkstätte Dachau bei München fortgesetzt.
Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die im Bereich der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit ihre Ausbildung absolvieren oder sogar schon als Nachwuchsjournalisten tätig sind, gingen der Frage nach, wie aktives Erinnern und Gedenken in Zukunft aussehen kann. Durch Gespräche mit den Zeitzeugen und dem Besuch in der Gedenkstätte Auschwitz erhielten sie authentische Einblicke in die Struktur und Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen und versuchten diese Eindrücke in Worte zu fassen.
Ein erster Bericht, veröffentlicht in der Badischen Zeitung, Freiburg, und weitere Informationen finden Sie auf der Projekt-Website sowie auf der Webseite: www.erzbistum-freiburg.de
Beitrag zum Anhören:
Interview mit MKW-Geschäftsführer Wolfgang Gerstner
Interview mit Andrea Beer, Journalistin und Begleiterin des Projekts
Im September 2011 trat Sarah Oel ihren einjährigen Freiwilligendienst im Maximilian-Kolbe-Werk an. Seitdem hilft sie als "Jesuit European Volunteers" im Sozialmedizinischen Zentrum des Maximilian-Kolbe-Werks in Lodz/Polen bei der Betreuung ehemaliger KZ-Häftlingen.
Vor Weihnachten besuchte sie zusammen mit der Leiterin des Zentrums, Schwester Ewa, kranke und bettlägerige KZ- und Ghettoüberlebende in Lemberg in der Ukraine. Mit im Gepäck hatte die 18-Jährige Weihnachtsgeschenke: Kaffee und Tee, Honig und Butter, Wurstkonserven und Süßigkeiten. Auch Hygieneartikel und medizinische Hilfsmittel nahm sie für die Bedürftigen in Lemberg mit.
Begegnungen wurden zu einem lebendigen Geschichtsunterricht
Seit 1991 hat es sich das Jack-Steinberger-Gymnasium zur Aufgabe gemacht, die deutsch-polnische Beziehungen zu stärken. Jedes Jahr fährt deshalb eine Gruppe von Schülern und Lehrer in die polnische Stadt Walbrzych (Waldenburg), um sich mit KZ- und Ghettoüberlebenden zu treffen. Die Aktion, die vom Maximilian-Kolbe-Werk koordiniert wird, fand nun zum 20. Mal vom 11. bis 13. November 2011 statt.
Verstärkte Aufklärungsarbeit an Schulen in Sachsen
Das Kultusministerium des Freistaates Sachsen hat das gemeinsam mit dem Maximilian-Kolbe-Werk durchgeführte Projekt Demokratieerziehung an sächsischen Schulen um weitere zwei Jahre verlängert. Dadurch erhält das Hilfswerk die Möglichkeit, in jenen Regionen Sachsens, in denen Schülerinnen und Schüler in besonderem Maße rechtsextremen Einflüssen ausgesetzt sind, Zeitzeugengespräche mit KZ- und Holocaust-Überlebenden durchzuführen.