Maximilian-Kolbe-Werk e.V. - Saarland Oktober 2006

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Unsere Arbeit

"Unsere Erinnerungen sind nicht nur für uns wichtig"

Zeitzeugen aus Weißrussland besuchten Schulen im Saarland

Vom 1. bis 15. Oktober 2006 kamen auf Einladung des Maximilian-Kolbe-Werks und der Katholischen Erwachsenenbildung Dillingen (KEB) acht KZ-Überlebende aus Weißrussland nach Wallerfangen im Saarland zu einem Zeitzeugenprojekt. In mehreren Städten haben sie in Schulen ihre Erinnerungen mitgeteilt. Es war spürbar, dass die Berichte der Überlebenden die Schülerinnen und Schüler sehr bewegten. Als die ehemaligen Häftlinge in Auschwitz, Dachau, Buchenwald oder Sachsenhausen leiden mussten, waren sie kaum älter als die Schülerinnen und Schüler, die ihnen zuhörten - einige waren sogar noch jünger.

Horst Ziegler, Vorsitzender der Katholischen Erwachsenenbildung Dillingen, sowie weitere Ehrenamtliche haben die Gäste aus Weißrussland im Saarland betreut und begleitet. Das gemeinsame Erholungsprogramm war ein willkommener Ausgleich zu den intensiven Gesprächen und Begegnungen mit den Schulklassen.

Zeitzeugen Wallerfangen
Acht ehemalige KZ-Häftlinge aus Weißrussland zu Gast in der Gesamtschule Differten

Vor wenigen Tagen haben sich die Überlebenden noch einmal für die Tage im Saarland bedankt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir, die ehemaligen Insassen der deutschen KZ-Lager aus Weißrussland, danken dem Maximilian-Kolbe-Werk für die Einladung, deutschen Jugendlichen über die hinter dem Stacheldraht der KZ-Lager verbrachten Tage zu erzählen. Im Zeitraum von 1. bis 15. Oktober 2006 hatten wir die Möglichkeit, mit den Schülern von 5 Schulen und Gymnasien in verschiedenen Städten des Bundeslandes Saarland zu sprechen. Überall riefen unsere Erzählungen bei den Schülern ein unverfälschtes Interesse hervor, uns wurden viele Fragen gestellt und man fühlte aufrichtig mit uns mit. Während unserer Auftritte sahen wir Tränen in den Augen mancher Jugendlicher, und wir überzeugten uns, dass unsere Erzählungen die Geschichte des vergangenen Krieges von einer Seite, die sie bisher noch nicht gekannt haben, aufdecken. Wir überzeugten uns auch davon, dass unsere Erinnerungen nicht nur für uns wichtig sind. Sie sind vielmehr für diese Jugendlichen, die ihr selbständiges Leben beginnen, wichtig.

In der Freizeit hatten wir auch die Möglichkeit für eine interessante Erholung. Unser Dank gilt der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) und persönlich Herrn Horst Ziegler.
Wir danken allen Mitarbeitern des Maximilian-Kolbe-Werkes, die an der Organisation unserer Reise beteiligt waren.

Wir wünschen Ihnen weitere Erfolge in Ihrer edlen Tätigkeit.

Im Auftrage der Reiseteilnehmer
Wladimir Sawkin