Maximilian-Kolbe-Werk e.V. - Übersicht

www.maximilian-kolbe-werk.de

Unsere Arbeit

Erinnern

Zeitzeugenprojekte in Schulen, Jugendgruppen und Gemeinden

Zeitzeugen
Zeitzeugen geben ihre Erinnerungen an Schulklassen weiter

Das Maximilian-Kolbe-Werk ermutigt dazu, aus der Erinnerung an das Geschehene für das Heute und Morgen zu lernen. KZ- und Ghettoüberlebende kommen auf Einladung des Maximilian-Kolbe-Werks nach Deutschland, um ihre leidvollen Erinnerungen an junge Menschen und interessierte Gruppen weiterzugeben. Diese Begegnungen bauen Brücken zwischen den Zeugen der Vergangenheit und den Jugendlichen als Gestaltern der Zukunft.

Die Bereitschaft auf polnischer Seite, sich an diesem Zeitzeugenprogramm zu beteiligen, ist groß. Beim Blick zurück auf die deutsche und europäische Geschichte geht es dabei oft um Trauer, aber nicht um Zorn oder Hass. Viele ehemalige KZ-Häftlinge, mit denen wir Schulen besuchen, beeindrucken durch die Güte und Zuneigung, die sie auf die Jugendlichen ausstrahlen. Viele von ihnen haben nur durch Zufall überlebt. Den Ermordeten gegenüber fühlen sie eine Verpflichtung, gerade auch vor jungen Leuten zu bezeugen, was damals geschehen ist. Die Jugendlichen spüren deutlich, dass es wichtig ist, von diesen Ereignissen zu wissen, damit solches Unrecht auch heute und in anderen Situationen rechtzeitig erkannt und bekämpft werden kann. Dies wiederum ist nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern ebenso in unsere Gegenwart und Zukunft.

Das Maximilian-Kolbe-Werk macht sehr gute Erfahrungen mit dieser Zeitzeugenarbeit in Schulen. So äußerte sich eine Schülerin zu den Gesprächen:

"Für uns als junge Generation ist es sehr eindrucksvoll, mit Menschen zu sprechen, deren traurige und erschreckende Vergangenheit wir nur aus Büchern kennen. Wir erschrecken nicht nur über die Nähe, die wir plötzlich zur Geschichte gewinnen, sondern erkennen auch unsere Verantwortung für die Zukunft ..."

Lenja, 17 Jahre

 

Angebot für Schulen und interessierte Gruppen
Besuch von zwei KZ-Überlebenden aus Polen, die mit Schülerinnen und Schülern sowie mit interessierten Gruppen über ihre Erfahrungen sprechen

Das Maximilian-Kolbe-Werk ermöglicht Schulen und interessierten Gruppen, Zeitzeugenprojekte mit ehemaligen KZ-Häftlingen durchzuführen. Das Hilfswerk stellt die Kontakte zu den polnischen Gästen her und übernimmt die Finanzierung. Dazu gehören Reisekosten, die Versicherung der Gäste sowie die Übernachtungs- und Dolmetscherkosten, soweit sie anfallen. Außerdem helfen und beraten wir bei der Vorbereitung. Von der Schule erwarten wir eine feste Ansprechpartnerin oder einen festen Ansprechpartner, eine Betreuung und Verköstigung der Gäste, die Besorgung einer Unterkunft und einen Abschlussbericht. Da die Besuchsdauer der polnischen Gäste nicht unter einer Woche liegen sollte, wäre es wünschenswert, dass sich verschiedene Schulen an einem Ort absprechen und gemeinsam das Besuchsprogramm gestalten.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Christoph Kulessa.
Tel. 0761 / 200-554, christoph-kulessa@maximilian-kolbe-werk.de

 

Unterrichtsmaterial

Als Unterrichtsmaterial und insbesondere für die Vorbereitung von Begegnungen mit Zeitzeugen bietet das Maximilian-Kolbe-Werk zwei Publikationen an:

1. Die Anthologie "Fragt uns, wir sind die letzten...". In dieser 70-seitigen Broschüre sind eindrucksvolle Text- und Bildzeugnisse von Überlebenden nationalsozialistischer Konzentrationslager und Ghettos dokumentiert.

2. Das Heft "Ich war von Anfang an in Auschwitz", in dem der polnische KZ-Überlebende Michal Ziolkowski detailliert das alltägliche Leben im Stammlager Auschwitz beschreibt. Der Band umfasst 70 Seiten und enthält zahlreiche Grafiken und einen Anhang.

Siehe auch: Materialien