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Verabschiedung nach 16 Jahren Krankenbesuchen in Polen
Herzlichkeit am Krankenbett |
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Gertrud Rom kümmerte sich 16 Jahre lang um kranke und bettlägerige KZ- und Ghetto-Überlebende in der polnischen Region Walbrzych |
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"Die Besuche bei den kranken KZ-Überlebenden haben mich sehr verändert. Heute lebe ich meine Tage bewusster." 16 Jahre lang
besuchte Gertrud Rom aus Köln einmal im Jahr kranke und bettlägerige Überlebende der Konzentrationslager und Ghettos, die
im polnischen Walbrzych/Waldenburg in Niederschlesien leben. Im Mai 2010 nahm sie zum letzen Mal die 13-stündige Zugreise
nach Walbrzych auf sich. |
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"Oft haben die alten Frauen und Männer Freudentränen in den Augen und sind sehr dankbar. Für einige ist der Krankenbesuch
aus Deutschland ein Höhepunkt im Jahr." Jedem Bettlägerigen, den sie besuchte, brachte sie ein kleines Päckchen mit Kaffee,
Tee und Keksen mit, hörte sich die Nöte und Sorgen an und vermittelte dem einen oder anderen Kranken durch das Maximilian-Kolbe-Werk
medizinische Hilfsmittel oder eine finanzielle Beihilfe. Manche der Überlebenden erzählen dabei ihre Geschichte, die sie ins
KZ gebracht hat und was sie dort erlebten. Andere wollen lieber nicht daran erinnert werden. "Ich habe nie gefragt. Aber wenn
sie erzählen wollten, hörte ich ihnen zu." So konnte sich eine alte Frau sehr gut daran erinnern, wie sie als kleines Kind
auf dem Schulweg von den Deutschen verhaftet und in das Konzentrationslager gesteckt wurde. Eine andere erzählte ihr, wie
dankbar sie für ihre Familie ist, die sie nach der Inhaftierung wieder gefunden hat. |
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Gertrud Rom wurde am 15. Mai 2010 feierlich im Kreis der KZ- und Ghettoüberlebenden in Walbrzych verabschiedet. "Aus unseren
Besuchen sind Freundschaft und Versöhnung der Herzen gewachsen", sagt Gertrud Rom. "Und dafür bin ich dankbar." - Die Krankenbesuche
in der Region werden nun Monika Müller und Christiane Langer, Ehrenamtliche des Maximilian-Kolbe-Werks, übernehmen. |

