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Engagement gegen Rechtsextremismus |
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Verstärkte Aufklärungsarbeit an Schulen in Sachsen |
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Das Kultusministerium des Freistaates Sachsen hat das gemeinsam mit dem Maximilian-Kolbe-Werk durchgeführte Projekt "Demokratieerziehung
an sächsischen Schulen" um weitere zwei Jahre verlängert. Das Maximilian-Kolbe-Werk erhält dadurch die Möglichkeit, in jenen
Regionen Sachsens, in denen Schülerinnen und Schüler in besonderem Maße rechtsextremen Einflüssen ausgesetzt sind, Zeitzeugengespräche
mit KZ- und Holocaust-Überlebenden durchzuführen.
"In den vergangenen Wochen wurde in erschütterndem Ausmaß deutlich, wie rechtsradikales Gedankengut auch heute in Deutschland
Unheil verbreitet. Die menschenverachtende Ideologie der Neonazis und die daraus entstehende brutale Gewalt besorgt uns zutiefst"
sagt Wolfgang Gerstner, Geschäftsführer des Hilfswerks, in Freiburg. Mit den Zeitzeugengesprächen werden in sächsischen Schulen
jährlich über 1200 Schülerinnen und Schüler erreicht. "Wenn Jugendliche Menschen begegnen, die nationalsozialistische Verbrechen
selbst an Leib und Seele erfahren haben, dann verändert sie das. Nur wer die Vergangenheit kennt, kann in der Gegenwart wachsam
sein", so Gerstner weiter.
Die Kooperation zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Maximilian-Kolbe-Werk besteht seit fünf Jahren. Daneben organisiert
das Maximilian-Kolbe-Werk in Sachsen auch regelmäßig Begegnungen von KZ- und Ghettoüberlebenden mit jugendlichen Aussteigern
aus der rechtsextremistischen Szene. Für seine Zeitzeugenarbeit in Sachsen wurde das Maximilian-Kolbe-Werk 2009 mit dem Preis
"Aktiv für Demokratie und Toleranz" ausgezeichnet. Bundesweit führte das Hilfswerk in diesem Jahr 24 Zeitzeugenprojekte durch.
53 Überlebende des nationalsozialistischen Terrors aus Polen und anderen mittelosteuropäischen Ländern kamen dafür nach Deutschland.
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