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Schüler besuchten ehemalige KZ- Häftlinge in Polen |
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Begegnungen wurden zu einem lebendigen Geschichtsunterricht |
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Seit 1991 hat es sich das Jack-Steinberger-Gymnasium zur Aufgabe gemacht, die deutsch-polnische Beziehungen zu stärken. Jedes
Jahr fährt deshalb eine Gruppe von Schülern und Lehrer in die polnische Stadt Walbrzych (Waldenburg), um sich mit KZ- und
Ghettoüberlebenden zu treffen. Die Aktion, die vom Maximilian-Kolbe-Werk koordiniert wird, fand nun zum 20. Mal vom 11. bis
13. November 2011 statt.
Zwei Lehrer, Valentin Fell und Martin Warmuth, fünf Schülerinnen und Schüler sowie als Begleitperson Frau Irene Fell, machten
sich auch 2011 wieder auf den Weg nach Waldenburg, eine 120.000 Einwohner zählende Stadt, südwestlich von Breslau. Dort besuchten
sie alte, kranke und bettlägerige KZ- und Ghettoüberlebende, brachten jedem von ihnen ein Päckchen und kleine Basteleien von
Kindern aus der 5. Klasse des Jack-Steinberger-Gymnasiums. Außerdem hatte die Gruppe 45 gute Christstollen mit im Gepäck,
die von der Bäckerklasse der Berufsschule Bad Kissingen extra gebacken und gesponsert wurden.
"Die Krankenbesuche waren für uns und unsere Schüler eindrucksvolle Begegnungen, sie waren geprägt von Herzlichkeit und netten
Aufmerksamkeiten", berichtete Organisator Valentin Fell. "Man hat uns überall erwartet. Das zeigt uns, dass diese Zeichen
der Versöhnung Früchte tragen in den direkten Begegnungen, wo manche Freundschaft vertieft wird und neue Freundschaften geschlossen
werden." Die Jugendlichen ließen sich Zeit für die Gespräche und die ehemaligen Häftlinge, die die Naziverbrechen in sehr
jungem Alter erlebten, zeigten große Offenheit und sprachen über ihre vergangene leidensvolle Zeit.
"Die Gespräche hinterließen tiefe Eindrücke bei unseren Schülern. Neben den persönlichen Kontakten wurden diese Begegnungen
somit auch zu einem lebendigen Geschichtsunterricht." Beim "Fest der Begegnungen" mit ehemaligen KZ-Häftlingen sowie einigen
Schülerinnen und Schülern vom Lizeum II vertieften sich die Kontakte und Freundschaften zwischen jungen und alten Polen und
Deutschen. Den Abschluss der Geschichtsreise bildete die Führung durch die in der Nähe liegende KZ-Gedenkstätte Groß-Rosen.
Dort konnten die Lehrer und Schüler hautnah das Leid und die Entwürdigung der KZ-Opfer bei einem Film und dem Gang über das
gesamte Gelände erleben. Valentin Fell: "Die Heimreise nach Bad Kissingen traten wir alle mit tiefen Eindrücken an und mit
dem Wunsch, auch 2012 die Krankenbesuche im Geiste der Versöhnung zwischen den Menschen und Völkern zu unternehmen."
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