Hintergrund
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Unsere Arbeit

In Polen und anderen Ländern Mittel- und Osteuropas leben noch über 20.000 ehemalige Häftlinge deutscher Konzentrationslager und Ghettos. Seit über 40 Jahren kümmert sich das Maximilian-Kolbe-Werk um sie. Unsere Arbeit für die Überlebenden steht ganz im Zeichen des dreigeteilten Mottos „Helfen – Begegnen – Erinnern“.

Helfen

Die Verbrechen der Nationalsozialisten haben tiefe Wunden an Leib und Seele hinterlassen: Alle KZ- und Ghettoüberlebenden leiden unter haftbedingten Krankheiten und traumatischen Erinnerungen. Viele leben in bedrückender Armut. Das Maximilian-Kolbe-Werk leistet ganz konkrete Hilfe.

Neben direkter humanitärer und finanzieller Unterstützung organisiert das Maximilian-Kolbe-Werk wohnortnahe, von deutschen Ehrenamtlichen begleitete Kuren in den Herkunftsländern von KZ- und Ghettoüberlebenden sowie Hilfs- und Begegnungsprojekte in Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion. Darüber hinaus bietet es fachliche und finanzielle Unterstützung bei der häuslichen Pflege durch Krankenschwestern und sonstige Pflegekräfte. Im polnischen Lodz unterhält das Werk ein Sozialmedizinisches Zentrum. Neben dem Angebot verschiedener Fachärzte versorgt das Zentrum bedürftige KZ-Überlebende der Stadt durch einen Essen-auf-Rädern-Dienst und verteilt medizinische Hilfsmittel für ganz Polen. In Krakau wird die Arbeit der "Ambulanz für KZ-Überlebende" unterstützt.

Begegnen

Begegnungen von Mensch zu Mensch über Grenzen und Generationen hinweg tragen zu Verständigung und Versöhnung in einem zusammenwachsenden Europa bei. Das Maximilian-Kolbe-Werk ermöglicht Begegnungen.

Das Werk organisiert das ganze Jahr über  Erholungs- und Begegnungsmaßnahmen in Deutschland sowie Krankenbesuche in den Herkunftsländern der Überlebenden. Begleitet werden diese Projekte von unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In den Weihnachtsfeiertagen und über den Jahreswechsel stellt das Maximilian-Kolbe-Werk alleistehenden ehemaligen Häftlingen in Polen, Weißrussland und der Ukraine Plätze in Kurhäusern zur Verfügung, damit sie diese Zeit in Gemeinschaft verbringen können.

Erinnern

Erinnerung ist mehr als der Blick in die Vergangenheit. Nur wer die Geschichte kennt, kann aus ihr für Gegenwart und Zukunft lernen. Das Maximilian-Kolbe-Werk hilft, Geschichte zu verstehen.

Das Werk führt seit 2001 Zeitzeugengespräche in deutschen Schulen und anderen Bildungseinrich­tungen sowie  Pfarrgemeinden durch. Bundesweit können so jährlich mehrere Tausend Schüler und junge Erwachsene in direkten Begegnungen erreicht werden. Seit 2010 finden Internationale Begegnungen für Nachwuchsjournalisten aus ganz Europa in Auschwitz und KZ-Gedenkstätten in Deutschland statt. Seit 2013 wird jährlich das Internationale Fortbildungsseminar „Auschwitz im Unterricht“ für Lehrer und Lehramtsanwärter aus Deutschland und anderen europäischen Ländern in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz durchgeführt.

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