Hintergrund
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Zeitzeugenprojekte an Schulen

Das Maximilian-Kolbe-Werk führt seit 2001 Zeitzeugengespräche in deutschen Schulen, Pfarrgemeinden und anderen Bildungseinrichtungen durch. Jedes Jahr kommen rund 50 Überlebende nationalsozialistischer Konzentrationslager und Ghettos aus Polen und anderen Ländern im Rahmen der Gruppen- und Einzelzeitzeugenprojekte nach Deutschland. Bundesweit können jährlich mehrere Tausend Schüler und junge Erwachsene in direkten Begegnungen erreicht werden. Im Sinne von "Aufklären durch Erzählen" erfahren sie aus erster Hand über die Verbrechen, die von Deutschen und in deutschem Namen während der NS-Diktatur verübt wurden.

Vorbereitung: In Absprache mit den zuständigen Lehrern erhalten die Schulen im Vorfeld eine Kurzinformation über die sie besuchenden Zeitzeugen. Dies ermöglicht die Vorbereitung der Schüler auf die Gespräche. Das Maximilian-Kolbe-Werk stellt den Schulen darüber hinaus die von ihm herausgegebenen Broschüren: "Fragt uns, wir sind die letzten..." und "Ich war von Anfang an in Auschwitz" zur Verfügung. Sie eignen sich ebenfalls zur Annäherung an das Thema in den der Begegnung vorausgehenden Unterrichtsstunden.

Ablauf und Nachbereitung: Für die Begegnung mit den Zeitzeugen stehen jeweils zwei bis drei Unterrichtsstunden zur Verfügung. Der Ablauf einer jeden Begegnung ist so gestaltet, dass zunächst die KZ- und Ghettoüberlebenden ausführlich berichten. Sie erzählen von ihren schrecklichen Erlebnissen, erklären historisch-politische Hintergründe, zeigen Fotos bzw. weitere persönliche Gegenstände aus dieser Zeit. Anschließend können die Jugendlichen Fragen stellen. In einigen Schulen schließt sich bereits unmittelbar an das Gespräch eine kurze Auswertung unter Beteiligung der Klassensprecher im Lehrerzimmer an. Die Nachbereitung des Gesprächs findet in der Regel in den folgenden Unterrichtsstunden statt.

Ansprechpartner

Die Zeitzeugengespräche gehören mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Geschichtsunterrichts an vielen Schulen, wenn die Themen wie Nationalsozialismus, Drittes Reich, Verfolgung und Widerstand behandelt werden.

Möchten Sie eine Zeitzeugenbegegnung in Ihren Schulunterricht integrieren? Gerne beraten wir Sie. 

Ihr Ansprechpartner ist Christoph Kulessa:

Tel.: +49 (0)761 / 200-554

E-Mail: christoph-kulessa(at)maximilian-kolbe-werk.de

  



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