Maximilian-Kolbe-Werk e.V.

Kaffeenachmittag für Überlebende in Lemberg, 11.04.2016

Aus Anlass des Internationalen Tags der Befreiung der KZ-Häftlinge, der jährlich am 11. April begangen wird, lud das Medico-Soziale Zentrum des Ukrainischen Roten Kreuzes im westukrainischen Lwiw/ Lemberg die in der Stadt lebenden KZ- und Ghettoüberlebenden zu einem Kaffeenachmittag ein.

Von ca. 40 Eingeladenen konnten aus gesundheitlichen Gründen nur etwa 20 Überlebende ins Medico-Soziale Zentrum kommen. Kranke und Bettlägerige wurden von Mitarbeitern des Zentrums zu Hause besucht.

Wie uns die Leiterin des Zentrums, Frau Nina Dobrenka, berichtet, freuten sich die betagten Überlebenden über das Wiedersehen mit ihren Kameraden. An festlich gedeckten Tischen entspann sich bei Kaffee und Kuchen schnell eine lebhafte Diskussion. Die Senioren tauschten sich über das Erlebte in den Konzentrationslagern und Ghettos aus, gedachten der Umgekommenen und diskutierten über die aktuelle schwierige Situation in der Ukraine.

Zum Abschluss wurde jedem ein Päckchen mit verschiedenen Lebensmitteln und Leckereien überreicht, die nach Aussage eines Überlebenden "auf den festlichen Ostertisch am 1. Mai kommen werden".

Diese Maßnahme wurde aus Mitteln des Maximilian-Kolbe-Werks und des Badischen Roten Kreuzes finanziert.