Hintergrund
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Alina Dąbrowska (geb. 1923), Warschau/ Polen

Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz, Ravensbrück und Buchenwald

„Man braucht nicht meine Tränen, man braucht Erzählungen und Begegnungen“

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Alina Dąbrowska wurde 1923 in Biala bei Zgierz geboren. 1942 wird Alina wegen "Geheimnisverrats" verhaftet. Nach einjähriger Haft im Gefängnis von Lodz wird sie im Juni 1943 nach Auschwitz deportiert. 18 Monate lang erlebt sie dort die Hölle des Konzentrationslagers und ist Opfer medizinischer Versuche des berüchtigten Lagerarztes Mengele.

Im Zuge der "Evakuierung" des Lagers Auschwitz wird Alina im Januar 1945 ins KZ Ravensbrück verlegt. Nach einigen Wochen erfolgt eine erneute Deportation ins Konzentrationslager Buchenwald. Als auch dieses KZ von der SS geräumt wird, gelingt ihr im April 1945 auf einem der Todesmärsche die Flucht. Sie findet Kontakt zu polnischen Soldaten und ist am 11. Mai 1945 wieder zu Hause.

Nach dem Krieg - Studium des Völkerrechts und langjährige Tätigkeit im polnischen Außenministerium, u. a. in der Mitwirkung beim Abschluss internationaler Verträge.

Heute lebt Alina Dąbrowska in Warschau. Seit vielen Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich als Zeitzeugin im Maximilian-Kolbe-Werk.


"Auschwitz war unser Leben" - Ausschnitt aus dem Zeitzeugengespräch mit Alina Dąbrowska

Quelle: Pia Dyckmans, Teilnehmerin der Internationalen Begegnung für junge Journalisten 2016

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