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Weihnachtshilfen in Mittel- und Osteuropa

Anna Baranova (85) aus Belarus: "Die Kosten für medizinische Versorgung hätte ich aus eigener Tasche nicht begleichen können".

22.12.2021     Die Energiepreise sind in vielen Ländern Mittel- und Osteuropas um das Doppelte zum Vorjahr gestiegen. Auch die Pandemie treibt die Preise für Lebensmittel und Medikamente in die Höhe. Die Folge: Den alten Menschen reicht die Rente nicht. Daher helfen wir den Überlebenden in Osteuropa und bringen Beihilfen auf den Weg.

Unsere Direkthilfen-Aktion für Überlebende in verschiedenen Ländern läuft seit einigen Wochen auf Hochtouren. Eine der Hilfeempfänger ist die 85-jährige Anna Baranova aus Vitebsk/ Belarus. Am Telefon erzählt sie, dass sie in diesem Jahr schon drei Operationen hatte, darunter am Knie und am Auge. "Die Kosten für medizinische Versorgung hätte ich aus eigener Tasche nicht begleichen können".

Ende 2020 erkrankte Anna Baranova schwer an Covid-19 und wurde wochenlang mit doppelter Lungenentzündung im Krankenhaus behandelt. "Mittlerweile bin ich zweimal geimpft und hoffe, dass das Jahr 2022 besser wird, was ich uns allen wünsche".

Zu Besuch bei Klavdiya Verbitskaya (rechts)
im August 2019

Auch Klavdiya Verbitskaya aus Tartu macht sich Sorgen über die hohen Lebenshaltungskosten in Estland und ist froh, dass das Maximilian-Kolbe-Werk ihr mit Hilfe und Zuwendung zur Seite steht.

"Gott sei Dank bin ich noch ziemlich fit, denn ein Krankheitsfall würde noch mehr Ausgaben bedeuten".

Die 92-Jährige hält sich mit täglicher Morgengymnastik fit und geht im kleinen Park vor ihrem Haus spazieren. Zu ihrer Tochter möchte sie noch nicht ziehen: "Ich will so lange wie möglich selbständig bleiben", sagt sie. Klavdiya Verbitskaya haben wir zuletzt im August 2019 im Rahmen eines Hilfsprojekts zuhause besucht.

Irena Krosnecova (81) aus der Slowakei freut sich über die Zuwendung des Kolbe-Werks.

Auch in der Slowakei unterstützen wir Überlebende des NS-Unrechtsregimes mit finanziellen Direkthilfen. Zielgruppe dieser Hilfsaktion, die wir in Zusammenarbeit mit der Vereinigung "Bocanos" aus Kosice umsetzen, sind Überlebende des Holocaust an den Roma.

Die Geldgeschenke mit einem Brief aus Freiburg werden persönlich bei Hausbesuchen an die Senioren überbracht. "Die Menschen sind sehr überrascht und gleichzeitig sehr erfreut über diese Geste der Solidarität aus Deutschland", erzählt unser Kooperationspartner vor Ort Dr. Adam Gejza.

Über die "unerwartete" Unterstützung aus Deutschland freute sich auch Irena Krosnecova. Die 81-Jährige sagte:  "Ich wünsche allen guten Menschen in Deutschland, die mich nicht vergessen haben, frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr".

 

 

 

 

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