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Krieg in der Ukraine: Unsere Hilfen in Bildern

Das Maximilian-Kolbe-Werk hat seit dem 24. Februar 2022 rund 175.000 Euro (Stand 2. Mai 2022) als Nothilfe für die Ukraine überwiesen. Dabei schicken wir das Geld direkt an die Überlebenden und ihre Angehörigen per Banküberweisung sowie an unsere Kooperationspartner vor Ort wie die Caritas-Spes in Kyiv und Charkiv, das Rote Kreuz in Lviv und Charkiv sowie die lokalen Häftlingsverbände (u.a. in Kyiv, Rivne, Vinnytsya, Perejaslav, Uzhgorod).

Auf dieser Seite geben wir einen exemplarischen Überblick über unsere Hilfen und stellen einige Hilfeempfänger vor.

Slowjansk/ Yahotyn: Finanzielle Soforthilfe für Pavlo Scharun (94). Nach dem russischen Überfall am 24. Februar musste der Dachau-Überlebende mit seiner Tochter aus der Region Donezk fliehen. Die beiden fanden Zuflucht in Jahotyn, Region Kyiv, wo sie vor kurzem eine Mietwohnung bezogen. „Uns fehlt es an allem, denn wir mussten unser Hab und Gut in Slowjansk zurücklassen. Ich grüße herzlich alle guten Menschen in Deutschland, die uns in dieser Notlage unterstützen“.
Juschnoukrainsk, Region Mykolajiw: Finanzielle Soforthilfe für die 98-jährige Jewgenija Pustowoit. Die Ravensbrück-Überlebende wohnt bei ihrer Tochter Liudmyla. Die Lage in der südukrainischen Stadt bleibt nach wie vor angespannt, nicht zuletzt wegen des Atomkraftwerks am Stadtrand. „Am 26. April überflogen drei russische Raketen auf niedriger Höhe das AKW,“ sagt Liudmyla.
Rivne Gebiet: Nach zwei Hilfsgütertransporten für Lviv ging Anfang April ein weiterer Transport mit Hygiene- und Pflegeartikeln sowie Lebensmitteln von Warschau nach Rivne im Nordwesten der Ukraine. Unsere Partner vor Ort brachten die Hilfen zu den KZ-Überlebenden und ihren Angehörigen. Unter den Hilfeempfängern war auch Sofia Bondartschuk aus Ostroh, Witwe des im Februar verstorbenen Mauthausen-Überlebenden Pylyp Bondartschuk.
Donezk: Finanzielle Direkthilfe für den Holocaust-Überlebenden Volodymyr Poznjar (88). Die Geldüberweisung erfolgte über seinen in Charkiv lebenden Enkel Boris. Boris musste inzwischen aus Charkiv flüchten und kam in der Region Poltava unter. Volodymyr Poznjar lebt in Donezk mit seiner Tochter. Seit 2016 halten wir zu ihm über seinen Enkel Kontakt und unterstützen ihn mit finanziellen Beihilfen.
Charkiv: Finanzielle Direkthilfe für den Dachau-Überlebenden Iwan Kutschmin (95)
Kyiv: Verteilung von Medikamenten und Lebensmitteln an KZ-Überlebende wie Liliya Zhur (81)
Kyiv: Versorgung mit Nahrungsmitteln in Zusammenarbeit mit der Caritas-Spes Ukraine
Perejaslav/ Region Kyiv: Auszahlung von Bargeld-Soforthilfen (inklusive Tulpen zum Int. Frauentag)
Perejaslav/ Region Kyiv: Auszahlung von Bargeld-Soforthilfen durch unsere Parter vor Ort
Perejaslav/ Region Kyiv: Auszahlung von Bargeld-Soforthilfen
Rivne: Unterstützung mit Lebensmitteln und finanziellen Beihilfen
Transkarpatien: Lebensmittelpakete und Bargeld-Soforthilfen für Überlebende des Holocaust an den Roma und ihre Angehörigen
Transkarpatien: Die Hilfsaktion wurde in Zusammenarbeit mit der Roma-Vereinigung "Romano Drom" in Vynohradiv realisiert.
Nikopol: Finanzielle Direkthilfe an den 100-jährigen Nikolaj Samojlow, Überlebenden des KZ-Natzweiler, und seinen Enkel Aleksandr.
Rzeszow/ Lviv: Hilfsgütertransport I mit einer halben Tonne Medikamente und Nahrungsmittel von Rzeszow/ Polen nach Lviv
Rzeszow/ Lviv: Der Hilfsgütertransport wurde über unser Sozialmedizinisches Zentrum Lodz und unsere Vertrauensfrau Agnieszka Iwaszek vorbereitet und zugestellt.
Rzeszow/ Lviv: Hilfsgütertransport II mit Medikamenten und Nahrungsmitteln von Rzeszow/ Polen nach Lviv
Lviv: Beschaffung und Verteilung von Lebensmittelpaketen in Zusammenarbeit mit dem Lviver Roten Kreuz. Die Holocaust-Überlebende Kira Schijka (83) freut sich über die Hilfe.
Lviv: Nina Dobrenka vom Lviver Roten Kreuz übergibt Lebensmittelpakete an die Senioren.
Lviv: "In Lviv sind mittlerweile 400.000 Geflüchtete aus der Zentral- und Ostukraine angekommen. Es gibt Lieferengpässe bei Lebensmitteln und Arzneien", sagt Nina Dobrenka.
Lviv: Hausbesuche bei Schwerkranken wie der bettlägerigen Holocaust-Überlebenden Berta Uz (93) und Versorgung mit Lebensmitteln
Lviv: Unterstützung mit Lebensmitteln
Lviv: Verteilung von Lebensmitteln
Zaporizhzhia: Finanzielle Direkthilfe für die Ravensbrück-Überlebende Evgenija Bojko (78)
Flucht nach Deutschland: Die Auschwitz-Überlebende Anastasia Gulei (96) konnte mit ihren Kindern aus Kyiv fliehen. Wir unterstützten sie bei der Flucht finanziell.
Flucht nach Deutschland: Auch der Holocaust-Überlebende Dr. Borys Zabarko (86) musste die Heimat verlassen, um seine 17-jährige Enkelin in Sicherheit zu bringen. Die Flucht aus Kyiv führte die beiden über Lviv, Uzhgorod und Budapest nach Süddeutschland. Den Zwischenstopp in Budapest hat das Maximilian-Kolbe-Werk für Dr. Zabarko und seine Enkelin organisiert und finanziert.
Charkiv: Finanzielle Direkthilfe für Nikolaj Kalaschov (95). Mitte März konnte er mit seiner Tochter aus der stark umkämften Stadt Charkiv in die Region Poltava fliehen.
Großraum Kyiv: Finanzielle Direkthilfe für den Dachau-Überlebenden Vasyl Volodko (97)

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